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Für hohe Testsicherheit sorgen

Auf dieser Seite werden Optionen beschrieben, wie für eine Testung mit dem WTS eine hohe Testsicherheit gewährleistet werden kann. Unter hoher Testsicherheit verstehen wir ein geringes Risiko, dass Testergebnisse durch den Einsatz externer Tools oder unterstützender Maßnahmen während der Testung verzerrt werden, um die Testergebnisse zu verbessern oder anderweitig zu beeinflussen.

Verwenden Sie den Testplayer Client

  • Der Testplayer Client ist eine Desktopanwendung, die lokal auf dem Windows PC installiert werden muss, auf welchem die Testung durchgeführt wird.

  • Wenn eine Installation des Testplayer Client möglich ist, bietet eine Testdurchführung im Testplayer Client eine höhere Testsicherheit. Der Testplayer Client ermöglicht es, bestimmte Funktionen und Aktionen durch die Testpersonen (z. B. ist kein Verlassen des Vollbildmodus möglich) einschränkt. Er bietet somit eine höhere Testsicherheit als die Testdurchführung im Browser (wie sie für bestimmte Tests möglich ist).

  • Der Testplayer Client kann nicht auf mobilen Endgeräten (Smartphones / Tablets) verwendet werden. Er kann daher für Testungen über Einladungslinks nicht verwendet werden.

  • Sie können in den Einstellungen des WTS die Verwendung des Testplayer Client bei Testungen, die sie direkt aus dem WTS starten, festlegen. Gehen Sie dafür zu Einstellungen → Testdurchführung → Allgemein → Testdurchführung und Sicherheit dort finden Sie die Option Testdurchführung im Browser erlaubt. Deaktivieren Sie diese Option, um die Verwendung des Testplayer Clients sicherzustellen:

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    Bitte beachten Sie: Wenn Sie Einladungslinks (für open mode bzw. Proctoring) verwenden, wird der Testplayer Client nicht verwendet (auch wenn diese Option nicht aktiviert ist). Eine Verwendung des Testplayer Clients ist für das Proctoring jedoch möglich.

  • Der Testplayer Client kann die Kontrolle über die Testumgebung erhöhen und bestimmte browserbasierte Risiken reduzieren. Er verhindert jedoch nicht die Nutzung externer Geräte, etwa eines Smartphones oder eines zweiten Computers. Für eine hohe Testsicherheit sollte er daher mit organisatorischen Maßnahmen (wie die Beaufsichtigung der Testung) kombiniert werden.

Testen Sie beaufsichtigt

  • Sofern möglich, testen Sie unter Aufsicht einer geschulten Testleitung (controlled oder proctored mode) und sorgen Sie für die erforderlichen Rahmenbedingungen (z. B. Verbot von Handys, Smart-Devices etc. während der Testung).

Verwenden Sie open mode Testungen nur als Screening

  • Wenn Sie Leistungstests im open mode vorgeben, sollten die Ergebnisse nur als Screening verwendet und durch eine beaufsichtigte zweite Testung verifiziert werden (siehe: DIN 33430 Kapitel 6.2; Deutsches Institut für Normung, 2016). Dies gilt insbesondere für die berufsbezogene Eignungsdiagnostik aber auch für andere Entscheidungen mit relevanten Konsequenzen für die getestete Person.

Informieren Sie die Testpersonen

  • Informieren Sie die Testpersonen über Ziel, Ablauf, Rahmenbedingungen und Anforderungen der Testung. Dies reduziert den wahrgenommenen Druck, auf externe Hilfsmittel zur Testvorbereitung zurückzugreifen.

  • Informieren Sie die Testpersonen ausdrücklich darüber, dass die Nutzung von KI-Anwendungen, Chatbots, Übersetzungsfunktionen oder sonstigen externen Hilfsmitteln während der Testung nicht zulässig ist, sofern diese nicht ausdrücklich erlaubt wurden.

Prüfen Sie die Testprotokolle im WTS

  • Sie können den Testprotokollen oder Itemanalyseprotokollen in den jeweiligen Testergebnissen entnehmen, welche Antwort die Testperson bei jeder Testaufgabe gegeben hat und wie lange sie für die Beantwortung gebraucht hat.

  • Auffällige Antwortmuster (z. B. sehr konstante oder stark schwankende Bearbeitungszeiten, stereotype Antwortmuster) könnten auf Auffälligkeiten bei der Testung hindeuten. Solche Auffälligkeiten sollten nicht isoliert interpretiert werden, können aber Anlass für eine Plausibilitätsprüfung, Rückfragen oder Wiederholung der Testung unter kontrollierten Bedingungen sein.

Verwenden Sie Tests mit Zeitlimit

  • Durch die Verwendung von Tests mit einem Zeitlimit bei der Aufgabenbearbeitung wird es für die Testpersonen schwieriger, KI zu verwenden.

Verwenden Sie non-verbale Items

  • Erwägen Sie den Einsatz von Tests (oder Subtests von Tests) mit nonverbalen Testaufgaben (z. B. figurale Matrizen und andere visuell-räumliche oder interaktive Aufgaben), insbesondere bei Testungen im open mode. Solche Aufgaben lassen sich schwerer in externe Tools (wie KI-Chatbots) kopieren und werden von KI weniger wahrscheinlich erfolgreich gelöst als rein verbale Testaufgaben (siehe Abdelkarim et al., 2025).

Literatur

Abdelkarim, S., Lu, D., Flores, D.-L., Jaeggi, S., & Baldi, P. (2025). Evaluating the intelligence of large language models: A comparative study using verbal and visual IQ tests. Computers in Human Behavior: Artificial Humans, 5, Article 100170. https://doi.org/10.1016/j.chbah.2025.100170

Deutsches Institut für Normung e. V. (2016). DIN 33430:2016-07: Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik. DIN Media.